Projekte für Mädchen und Jungen

Die technische Entwicklung der Neuen Medien stellt den Kinderschutz vor neue Aufgaben, da Mädchen und Jungen im Umgang mit Internet und Chat spezifischen Gefahren sowie sexualisierter Gewalt ausgesetzt sein können. EigenSinn e.V. bietet daher verschiedene Kurse für Kinder- und Jugendliche an, die den sicheren Umgang mit Internet und Chat in den Mittelpunkt der jeweiligen Veranstaltung stellen.

Desweiteren bieten wir auch weiterhin unsere Präventionsprojekte an Grundschulen zur altersgemäßen Aufklärung über sexualisierte Gewalt an!

 

 

Präventionsprojekt an Grund- und Förderschulen

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Zu unseren umfangreichen Präventionsangeboten zählt ein Projekt zum Thema Prävention von sexualisierter Gewalt an Mädchen und Jungen für 3. Grundschulklassen und Förderschulen.

Ziel dieses Angebotes ist eine umfassende altersgemäße Aufklärung von Mädchen und Jungen und die Stärkung ihres Selbstbewusstseins und ihrer Selbstständigkeit durch geschlechtsdifferenzierte pädagogische Angebote.

Themen der Projekttage sind beispielsweise körperliche Selbstbestimmung, Differenzierung von guten und schlechten Gefühlen und Berührungen, Tricks von TäterInnen, Nein sagen, Hilfe holen. Die Inhalte werden durch vielfältige Methoden vermittelt: Bewegungsspiele, Rollenspiele, Gruppendiskussionen, Malen u.v.m. Im Anschluss an jeden Projekttag wird eine Mädchen- bzw. Jungensprechstunde angeboten, in der die Mädchen und Jungen Fragen klären können. Hierdurch wird gleichzeitig sichergestellt, dass von sexualisierter Gewalt betroffenen Kindern kompetente AnsprechpartnerInnen zur Verfügung stehen.

Das Projekt ist über einen Zeitraum von 3 Wochen mit jeweils einem Projekttag á 4 Unterrichtsstunden konzipiert (3 Std. Projektarbeit, 1 Std. Sprechstunde). Mit den Mädchen und Jungen wird klassenweise in geschlechtshomogenen Gruppen gearbeitet. Die Mädchengruppen werden von pädagogischen Mitarbeiterinnen unseres Vereins durchgeführt, die Jungengruppen von männlichen Referenten. Das Projekt umfasst desweiteren ein Vor- und ein Nachbereitungsgespräch für die KlassenlehrerInnen.

Voraussetzung für die Durchführung dieses Projektes an Ihrer Schule ist, dass in den entsprechenden Schulklassen bereits das Theaterprojekt »Mein Körper gehört mir« stattgefunden hat und dass die Mädchen und Jungen im Unterricht bereits das Thema Sexualität besprochen haben.

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Chatkurse

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Chatkurse für Mädchen und Jungen

Mit unseren Chatkursen bieten wir Mädchen und Jungs von 11–13 Jahren eine interaktive, abwechslungsreiche, spielerische und informative Veranstaltung. Wir setzen vielfältige Methoden ein, um die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu motivieren, sich mit dem Thema »sicher Chatten« auseinanderzusetzen.

Die Chatkurse sind für eine Dauer von drei Zeitstunden konzipiert und können sowohl »on- als auch offline« durchgeführt werden (d.h. ein Computerraum mit Internetzugängen ist nicht zwingend erforderlich). Eine Aufteilung in 2 x 1,5 Std. (z.B. an Schulen) ist möglich. Eine inhaltliche Kombination mit den SchülerVZ Kursen ist ebenfalls problemlos realisierbar. Falls Sie Interesse an einem Chatkurs in Ihrer Einrichtung haben, können Sie uns hier erreichen. Wir entwickeln auch gerne auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Kurskonzepte!

Zu den Hintergründen

90 Prozent der 12-bis 19jährigen nutzen das Internet mittlerweile mehrmals pro Woche bis täglich. Zu den beliebtesten Angeboten des weltweiten Netzwerkes zählen Kommunikationsfunktionen wie das Chatten über Instant Messenger (z.B. ICQ) oder in Webchats (z.B. Knuddels) und die Nutzung von Online-Communities (z.B. schülerVZ). (vgl. JIM-Studie 2009)

Die Nutzung dieser Angebote bereitet Mädchen und Jungen viel Spaß, Abwechslung und Spannung. Sie eröffnen die Möglichkeit, nahezu ununterbrochen mit Freunden in Kontakt zu treten bzw. zu stehen. Jedes dieser Angebote birgt aber auch spezifische Gefahren in sich. Um einen möglichst ungetrübten Umgang mit Chaträumen und Online-Communities zu garantieren, müssen Kinder und Jugendliche daher über die potentiellen Gefahren aufgeklärt und bei der Entwicklung von Medienkompetenz unterstützt werden.

 

Im Folgenden sehen Sie, wie eine Einladung zu einem Chatkurs
in Ihrer Jugendfreizeiteinrichtung formuliert sein könnte:

Chatprofis chatten sicherer

In dieser Veranstaltung erfährst Du alles darüber, wie »das mit dem Chatten« eigentlich funktioniert. Am Computer kannst du ausprobieren, wie gechattet wird und welche spannenden und trotzdem sicheren Chaträume es gibt. Du lernst wichtige Begriffe rund ums Chatten kennen.

Du erfährst auch, worauf Du achten musst, um Dich sicher in Chaträumen zu bewegen. Zusammen überlegen und üben wir, wie Du am besten reagieren kannst, wenn Du im Chat ausgefragt, beschimpft oder sexuell belästigt wirst. Du lernst auch Hilfemaßnahmen kennen für den Fall der Fälle: Wenn Du allein nicht mehr weiter weißt, weil du z.B. aufdringliche Chatpartner nicht mehr los wirst.

Neugierig geworden? Dann melde Dich an, verbring einen abwechslungsreichen und spannenden Nachmittag mit uns und werde mit viel Spaß zum Chatprofi!

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schülerVZ & Co.

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Um Mädchen und Jungen einen verantwortungsvollen und medienkompetenten Umgang mit Online-Communities, im besonderen schülerVZ, zu vermitteln, bietet EigenSinn e.V. zu diesem Thema Workshops für Schülerinnen und Schüler im Alter 11–13 Jahren an. Anhand vielfältiger informativer und spielerischer Methoden werden soziale und juristische Aspekte sozialer Netzwerke wie Persönlichkeitsrechte, Urheberrechte, Privatsphäre und Cyberbullying (Mobbing anhand elektronischer Medien) bearbeitet und diskutiert.

Hierbei geht es nicht darum, Verbote auszusprechen, sondern über den Weg der Aufklärung und Interaktion gemeinsam Strategien für eine vergnügte aber  sichere Nutzung sozialer Netzwerke zu erarbeiten. Im Mittelpunkt stehen dabei die Bedürfnisse und Fragen der Mädchen und Jungen: eingebettet in »didaktische Eckpunkte« bestimmen ihre Interessen die thematischen Schwerpunkte der Veranstaltungen.

»schülerVZ & Co.« ist ein »offline«-Workshop. Den Mädchen und Jungen wird die Möglichkeit geboten, das Thema »Online-Communities« aus einem alternativen Blickwinkel zu betrachten und zu bearbeiten.

Die Workshops sind für eine Dauer von 1,5 Zeitstunden konzipiert. An technischer Ausstattung wird für den Einsatz einer PowerPointPräsentation ein Rechner mit angeschlossenem Beamer benötigt. Eine inhaltliche Kombination mit den Chatkursen ist ebenfalls problemlos realisierbar, die Dauer erhöht sich in diesem Fall auf 3 Zeitstunden.

Dank einer großzügigen gemeinsamen Spende der vier Bielefelder Rotary Clubs können diese Workshops im Raum Bielefeld kostenlos angeboten werden. Für Interessenten aus anderen Städten und Gemeinden Ostwestfalens fallen Honorarkosten an. Rufen Sie uns an! Wir informieren Sie gerne! Workshops außerhalb Ostwestfalens werden zur Zeit leider nicht angeboten.

Falls Sie Interesse an der Durchführung dieses Angebotes an Ihrer Schule oder in Ihrem Jugendfreizeitzentrum haben, melden Sie sich bitte bei uns. Wir entwickeln auch gerne individuelle Lösungen, die auf Ihre Einrichtung zugeschnitten sind!
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Hintergründe

Zu den meistgenutzten Internet-Angeboten zählen zur Zeit die sog. »Online-Communities«, auch »Social Communities« oder »Soziale Netzwerke« genannt. Bekannte Communities sind u.a. Facebook, MySpace, StudiVZ und – besonders beliebt bei Mädchen und Jungen – schülerVZ.

Fast zwei Drittel der 12–19jährigen nutzt mehrmals pro Woche bis täglich Online-Communities. Die wichtigsten Gründe hierfür sind: Freunde treffen, wiederfinden und neue kennenlernen sowie Fotos zur Selbstdarstellung und zur Dokumentation gemeinsamer Aktivitäten selber einstellen bzw. bei anderen anschauen.

Doch der Umgang mit den Online-Communities bietet nicht nur grenzenloses Vergnügen. Die Verletzung von Persönlichkeits- und Urheberrechten und Mobbing sind häufig genannte Problematiken, die in den Netzwerken auftreten können. (vgl. JIM-Studie 2009)

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»Alles hip?!«

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Entwicklung und Durchführung eines medienpädagogischen Präventionsansatzes gegen sexuellen Missbrauch von Mädchen und Jungen

Anlässlich der öffentlichen Diskussion um die Sexualisierung von Mädchen und Jungen (s.u.) führt EigenSinn e.V. Videoprojekte zum Thema »Geschlechterdarstellungen in den Medien« durch. Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der 8. Jahrgangsstufe werden in geschlechtshomogenen Gruppen unterschiedliche Frauen- und Männerrollen in Fernsehformaten wie Castingshows, Musikvideos, Werbeclips usw. herausgearbeitet und (medien)kritisch hinterfragt. Das Selbstbild der Mädchen und Jungen und ihre Erwartungen an das eigene und andere Geschlecht werden reflektiert und eventuelle Zusammenhänge mit medial transportierten Rollen(vor)bildern hergestellt.

Die erarbeiteten Ergebnisse werden mit dem Medium Video anhand verschiedener Beitragsformen wie Interview, Umfrage und Spielfilm umgesetzt. Die Teilnehmer agieren dabei – mit der Unterstützung durch erfahrene Medienpädagogen – als Autoren, Regisseure, Kameraleute, Ton- und Lichttechniker und Darsteller.

Der Projektumfang beträgt 2 x 4 und 1 x 6 Unterrichtsstunden. Die Teilnahme an dem Projekt ist für die Schulen kostenlos. Die technische Ausstattung für die Videoproduktionen wird von den Referenten zur Verfügung gestellt.

Bei Interesse an der Durchführung des »Alles hip?«-Projektes in Ihrer Einrichtung rufen Sie uns bitte an! Das Projekt läuft noch bis Ende 2010.
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Hintergrund des Projektvorhabens

In der Öffentlichkeit wurde unter Schlagzeilen wie »sexuelle Verwahrlosung« oder »Voll Porno« (z.B. STERN 6/2007) auf Entwicklungen der Jugendkultur hingewiesen, die von Eltern und pädagogischen Fachkräften weitestgehend unbemerkt entstanden sind. Gemeint sind unterschiedliche Phänomene: Übernahme von Symbolen und Styling aus der Pornobranche, häufiger Pornokonsum von Heranwachsenden und das Nachahmen der dargestellten Sexualpraktiken, Konsum von sexistischem und gewaltverherrlichendem Hiphop, Aufzeichnung von sexuellen (Gewalt-) Handlungen per Handy (»Happy Slapping«) sowie deren Veröffentlichung im Internet, Kontaktaufnahme Jugendlicher zu Gleichaltrigen im Chat zwecks Anbahnung von »Blind Dates« mit dem Ziel sexueller Ausbeutung.

Insgesamt wird deutlich, dass die bisherigen Konzepte der Prävention von sexualisierter Gewalt nicht ausreichen, um den beschriebenen Phänomenen adäquat zu begegnen. Diese Phänomene werden vor allem auf die Übernahme medienvermittelter Geschlechtsrollenbilder und von Idolen präsentierter Verhaltensmuster zurückgeführt (vgl. Heiliger 2005).

Das Ziel des vorliegenden Projektvorhabens ist, die Entwicklung und Durchführung eines medienpädagogischen Präventionsansatzes gegen sexuellen Missbrauch von Mädchen und Jungen. Die Besonderheit liegt hierbei in der Kombination von medienpädagogischen und präventiven Ansätzen des Kinder- und Jugendschutzes.

Gefördert von der

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