Mit unseren medienpädagogischen Workshops bieten wir Mädchen und Jungen im Alter von 9–15 Jahren eine abwechslungsreiche, spielerische und informative Veranstaltung. Wir setzen vielfältige Methoden ein, um die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu motivieren, sich mit den Chancen und Risiken digitaler Kommunikationsangebote auseinanderzusetzen. Das Ziel der Workshops ist es, Jugendlichen einen verantwortungsvollen und medienkompetenten Umgang mit facebook, schülerVZ & Co. zu vermitteln ohne ihre Freude an der Internetnutzung einzuschränken.
Anhand interaktiver Übungen werden soziale und juristische Aspekte digitaler Kommunikationsangebote wie der Umgang mit Persönlichkeitsrechten, Urheberrechten, Privatsphäre, Sicherheitseinstellungen, sexualisierten Übergriffen und Cyberbullying bearbeitet und diskutiert. Je nach Nutzungsvorlieben der Teilnehmerinnen und Teilnehmer können die inhaltlichen Schwerpunkte auf soziale Netzwerke, Chaträume oder Instant Messenger gelegt oder einzelne dieser Punkte miteinander verknüpft werden.
In den Workshops geht es NICHT darum, Verbote auszusprechen. Unserem medienpädagogischem Konzept entsprechend werden über den Weg der Aufklärung und Interaktion gemeinsam Strategien für eine vergnügte aber risikoarme Nutzung sozialer Netzwerke zu erarbeitet. Im Mittelpunkt stehen dabei die Bedürfnisse und Fragen der Mädchen und Jungen: eingebettet in »didaktische Eckpunkte« bestimmen ihre Interessen die thematischen Schwerpunkte der Veranstaltungen. Dabei kann je nach Erfahrungs- und Kenntnisstand der Jugendlichen flexibel aus dem Fundus zalreicher Übungen geschöpft werden.
Die Bearbeitung der Themen findet überwiegend »offline« statt. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird auf diesem Weg die Möglichkeit geboten, sich dem Thema aus einem alternativen Blickwinkel zu nähern. Bei einigen Workshops wird der »Online-Modus« genutzt, um in einem eigens für die Veranstaltung eingerichteten Chatraum die elektronische Kommuniaktion zu erproben.
Organisatorisches
Die Workshops sind für eine Dauer von 1,5 oder 3 Zeitstunden konzipiert. An technischer Ausstattung wird für den Einsatz einer PowerPointPräsentation ein Rechner mit angeschlossenem Beamer benötigt. Je nach inhaltlicher Gestaltung der Kurse können auch Lautsprecher und für jeweils zwei Kinder ein Computerplatz mit Internetzugang erforderlich sein.
Die minimale Teilnehmerzahl beträgt 6 und die maximale Teilnehmerzahl ca. 30. Wir bieten Kurse für Mädchen und Jungen sowie für Mädchengruppen an. Die Workshops werden i.d.R. gemeinsam von zwei erfahrenen Referentinnen durchgeführt.
Falls Sie Interesse an der Durchführung dieses Angebotes an Ihrer Schule oder in Ihrem Jugendfreizeitzentrum haben, melden Sie sich gene bei uns! Wir entwickeln individuelle Workshopangebote, die auf Ihre Einrichtung und das Interesse der Mädchen und Jungen zugeschnitten sind!
Im Folgenden sehen Sie, wie eine Einladung zu einem Chatkurs
in Ihrer Jugendfreizeiteinrichtung formuliert sein könnte (Bsp. aus VHS-Programm, 2.Semester 2010 in Detmold):
Werde Profi für schülerVZ, Facebook und Chat
In dieser Veranstaltung erfährst Du alles darüber, wie »das mit schülerVZ und dem Chatten« eigentlich funktioniert. Du kannst ausprobieren, wie gechattet wird und lernst wichtige Begriffe rund um Online-Communities (z.B. schülerVZ) und Chaträume kennen.
Du erfährst auch, worauf Du achten musst, um Dich sicher in diesen Internetangeboten zu bewegen. Zusammen überlegen und üben wir, wie Du am besten reagieren kannst, wenn Du im Chat ausgefragt, beschimpft oder sexuell belästigt wirst. Du lernst auch Hilfemaßnahmen kennen für den Fall der Fälle: Wenn Du allein nicht mehr weiter weißt, weil du z.B. aufdringliche Chatpartner nicht mehr los wirst.
Neugierig geworden? Dann melde Dich an, verbring einen abwechslungsreichen und spannenden Nachmittag mit uns und werde mit viel Spaß zum Profi für schülerVZ und Chat!
Hintergründe
Zu den meistgenutzten Internet-Angeboten zählen zur Zeit die sog. »Online-Communities«, auch »Social Communities« oder »Soziale Netzwerke« genannt. Bekannte Communities sind u.a. Facebook, MySpace, StudiVZ und – besonders beliebt bei jüngeren Kindern – schülerVZ.
Mehr als drei Viertel der 12–19jährigen nutzt mehrmals pro Woche bis täglich Online-Communities. Die wichtigsten Gründe hierfür sind: Freunde treffen, wiederfinden und neue kennenlernen sowie Fotos zur Selbstdarstellung und zur Dokumentation gemeinsamer Aktivitäten selber einstellen bzw. bei anderen anschauen.
Doch der Umgang mit den Online-Communities bietet nicht nur grenzenloses Vergnügen. Die Verletzung von Persönlichkeits- und Urheberrechten und Mobbing sind häufig genannte Problematiken, die in den Netzwerken auftreten können. (vgl. JIM-Studie 2011)


